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„Scenario for a Crystal“ + „Echoes of Athanor“

Scenario-for-a-crystal
13.07.
bis
20.11.

Veranstaltungsort:

Italienisches Kulturinstitut Köln
Universitätsstr. 81
Köln

„Scenario for a Crystal“ + „Echoes of Athanor“

Werke von Stefanie Pluta, Francesca Valentini und Fabrizio Saiu

Das Italienische Kulturinstitut Köln ist Teil von „Sigmar Polke. Athanor NOW“. Das von der Anna Polke-Stiftung initiierte internationale Forschungs- und Vermittlungsprojekt nimmt das Jubiläum von Sigmar Polkes „Athanor“ Installation bei der 42. Venedig Biennale 1986 zum Anlass, diesen mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten Werkkomplex aus interdisziplinärer Perspektive neu zu befragen.

Das italinische Kulturinstitut präsentiert – ganz im Sinne des damaligen Biennale-Mottos „Arte e Scienza“– die Ausstellung „Scenario for a Crystal“ von Stefanie Pluta und die Soundarbeit „Echoes of Athanor“ von Francesca Valentini und Fabrizio Saiu, im Dialog mit Archivalien und Publikationen der Anna Polke-Stiftung, die die Bedeutung Italiens für den Kölner Künstler Sigmar Polke vor Augen führen.

Kuratiert von: Elsa Wellmann-Gilcher mit Kathrin Barutzki

Idee/Koordination: Elsa Wellmann-Gilcher

Stefanie Pluta, „Scenario for a Crystal“

Naturbeobachtung bildet den Ausgangspunkt für Stefanie Plutas Arbeit „Scenario for a Crystal“. Die Kölner Künstlerin greift dabei Sigmar Polkes Interesse an Mineralien, Naturprozessen und den Wechselwirkungen zwischen natürlichem Material, künstlerischer Transformation und symbolischer Bedeutungsaufladung auf, das sich in der „Athanor“ Installation unter anderem durch die Präsentation eines Quarzkristalls und eines Meteoriten manifestierte. Das Zusammenwirken von Stofflichkeit, wissenschaftlicher Neugier und poetischer Bildsprache charakterisiert auch Plutas Werk. In „Scenario for a Crystal“ setzt sich die Künstlerin kritisch mit der Geschichte des Indergand-Kristalls auseinander, eines 1946 unweit des Rhonegletschers geborgenen Rauchquarzes. Dabei greift sie auf die Recherchen ihres dreimonatigen Atelierstipendiums in den Schweizer Zentralalpen 2014 zurück, in dem sie sich Fragen nach Materialität, Erscheinung und Textur ebenso widmete wie nach symbolischer Bedeutung, geografischer Verortung und musealer Inszenierung.

Plutas Arbeit verbindet fragmentarische Naturfotografien, maßstabsgerechte Zeichnungen und modellhafte Vitrinen zu einer topografischen Annäherung an den abwesenden Protagonisten – den Kristall. „Scenario for a Crystal“ untersucht die komplexe Beziehung des Menschen zu diesen Naturobjekten – zwischen Bewunderung, Aneignung und musealer (Re-)Präsentation.

„Echoes of Athanor“

"Echoes of Athanor“ verbindet künstlerisches Schaffen und kunsthistorische Forschung: In einer erstmaligen Zusammenarbeit entwickeln die Kunsthistorikerin Francesca Valentini und Klangkünstler Fabrizio Saiu ein Klangerlebnis, das historische Erzählungen, ekphrastische Beschreibungen, kritische Reflexionen und die Klanglandschaft Venedigs miteinander verwebt. Das ortsspezifische Hörstück beschwört die Atmosphäre und den konzeptuellen Rahmen von Sigmar Polkes „Athanor“-Installation bei der Venedig-Biennale 1986 herauf und führt die Zuhörenden durch Polkes künstlerisches Vermächtnis, die problematische Genese und Geschichte des Deutschen Pavillons, einer monumentalen NS-Architektur, und den übergeordneten Kontext der zweijährlichen, internationalen Kunstausstellung. Venedig selbst steht ebenso im Mittelpunkt des Klangerlebnisses, das die Lagunenstadt als einzigartiges, fragiles und sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem reflektiert.

„Echoes of Athanor“ wird am 10.07.26 in Form eines Sonic Walks erstmals in Deutschland präsentiert, nachdem es im Mai in Venedig zur Vorführung kam, und findet im Anschluss Eingang in die Ausstellung.

Informationen: iiccolonia.esteri.it

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