True Crime – Mafia und Frauen
Die Geschichte der italienischen Mafia ist auf den ersten Blick eine Geschichte von Männern: Mafiabosse, die sich gegenseitig unerbittlich bekämpft haben, die auch teilweise den italienischen Staat herausforderten und dabei für tausende Tote gesorgt haben, darunter auch zahlreiche unschuldige Opfer des Organisierten Verbrechens. Doch auf den zweiten Blick erweist sich diese einseitige Betrachtungsweise als unvollständig: Das Gesicht der Mafia ist auch weiblich. Aber nicht nur: Auch Frauen haben der Mafia die Stirn geboten, sie mit viel Mut bekämpft, auch wenn ihre Geschichten leider schnell in Vergessenheit geraten sind. Alessandro Bellardita, Strafrichter und Autor, wird an diesem Abend ein etwas anderes Licht auf den Schatten der italienischen Mafia werfen.
Paduas Glanzzeit in der Frührenaissance
Padua, bekannt als Stadt des Heiligen Antonius, war bereits in der Frühzeit der Renaissance eine der prächtigsten Städte des florierenden Italien. Die Arena-Kapelle mit dem Freskenzyklus von Giotto ist nur einer von vielen Mosaiksteinen wie dem Palazzo della Ragione, der Reggia Carrarese, dem Baptisterium, den Oratorien von San Giorgio und San Michele oder dem geheimnisvollen Torre dell’Orologio. Die Freskenzyklen aus dieser Zeit sind heute Weltkulturerbe, und auch Donatello, Mantegna und Tizian haben hier prägend gewirkt. Petrarca wählte Padua zu seinem Wohnsitz und hat seine literarischen Spuren hinterlassen.
Dr. Engert führt gewohnt versiert und fundiert ein in die Prachtentfaltung unter den herrschenden Carrara, die die Kunst an ihrem Hofe beispielhaft förderten, beleuchtet Architektur, Malerei, Literatur und Gesellschaft, aber auch das damalige Alltagsleben.
Dr. Klaus Engert, geboren 1964 in Würzburg, widmete sich bereits im Studium u.a. an der Universität Bologna bei Umberto Eco der italienischen Sprache, Geschichte und Kunstgeschichte und der italienischen Kultur des 14. Jahrhunderts. 2019 erschien seine Dante-Biographie, 2022 seine Boccaccio-Biographie und 2024 seine Petrarca-Biographie. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ev. Stadtakademie und der Stadtbücherei Bochum statt.
Die Gefahr durch Erdbeben ist in Italien höher als in jedem anderen Staat des Kontinents: Fast das ganze Land ist eine einzige Plattengrenze. Schwere Nachbeben sind zu erwarten, weitere Katastrophen geologisch programmiert - Menschen und Behörden sind zu wenig vorbereitet, kritisieren Experten. Die Liste schwerer Beben in Italien ist lang. 1783 starben schätzungsweise 50.000 Bewohner Kalabriens infolge von Erdstößen. 1693 wackelte die Erde im Süden des Landes - weit mehr als hunderttausend Menschen kamen damals in Catania auf Sizilien und Neapel zu Tode, ähnlich viele wie 1908 bei einem Beben der Stärke 7,5 in der Straße von Messina. Zur eigentlichen Katastrophe kam damals noch ein Tsunami.
Ein Beben der Stärke 5,7 auf der Richter-Skala beschädigte am 26. September 1997 in den Apennin-Regionen Umbrien und Marken in 77 Orten etwa 9000 Gebäude. Insgesamt starben zwölf Menschen. Schwere Schäden erlitt auch die Basilika San Francesco von Assisi, in der sich weltberühmte Fresken von Giotto und Cimabue befinden. Als ihr Dach einstürzte, starben vier Menschen. Der Gesamtschaden des Bebens wird auf umgerechnet mindestens 2,56 Milliarden Euro beziffert.
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richter-Skala im Friaul kamen im Mai 1976 etwa 970 Menschen ums Leben, 70.000 Menschen wurden obdachlos. Die Erdstöße waren bis nach Bayern spürbar.
Wir feiern Geburtstag: “80 Jahre VESPA“
Wir haben Christian Laufkötter, den Präsidenten des VCVD (Vespa Club von Deutschland, www.vcvd.de) eingeladen um mit uns den 80. Geburtstag der VESPA zu feiern.
Dieses für Italien so typische Gefährt wurde 1946 in der Nähe von Pisa konstruiert und gebaut. Heute weckt es nostalgische Gefühle: es ist ein Glücksgefühl auf zwei Rädern, es sind die Swinging Fifties und die Rocking Sixties – aber auch Ausdruck von Lebensstil in unserer heutigen, ansonsten so hochmotorisierten Zeit.
Herr Laufkötter wird von der Vielseitigkeit der VESPA als Ferien- und Freizeit-Roller, als Einkaufs- und Berufsfahrzeug, als Sportgerät und Boulevardflitzer, aufgemotzter Club-Renner oder Flirtmobil berichten. Auch sollte die Rolle der VESPA für die Entwicklung Italiens nach dem 2. Weltkrieg nicht unterschätzt werden. Ebenso spielt die VESPA auch heute noch in Entwicklungsländern als Transportmittel eine wichtige Rolle. Und heute gibt die VESPA sogar auch schon mit Elektroantrieb.
Zur Geburtstagsfeier haben wir schon Antipasti vorbereitet und der Prosecco (auch alkoholfrei) ist schon kaltgestellt. Vor dem Gemeindehaus können Sie Original VESPAS bestaunen.
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ev. Stadtakademie und der Stadtbücherei Bochum statt.
Geschichte des Unternehmertums italienischer Migranten in Deutschland
Frau Dr. David arbeitet an der Westfalen Universität in Gelsenkirchen, Institut für Arbeit und Technologie, und verantwortet den Themenschwerpunkt "Migration, Innovation & Entrepreneurship". Sie setzt sich in erster Linie mit den politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Auswirkungen von Migration in Deutschland und dem europäischen Ausland auseinander.
Frau Dr. David wird uns heute allgemein etwas über italienischstämmige Unternehmen in Deutschland berichten, einige ausgewählte Beispiele vorstellen und darauf eingehen, welche Innovationen aus diesen Unternehmungen hervorgegangen sind. Wir werden erfahren, dass nicht nur Pizzerien und Eisdielen, sondern auch viele Handwerks- und Industriebetriebe von italienischstämmigen Unternehmern in NRW und bundesweit betrieben werden, und so eine wichtige Rolle in der deutschen Wirtschaft einnehmen.
Ötzi, der Mann aus dem Eis
Die 1991 aufgefundene, vom Eis freigegebene Mumie des sog. Ötzis in Südtirol gehört zu den bekanntesten der Welt.
Das Besondere und Einmalige an diesem Fund ist, dass hier ein Mann – mitten aus dem Leben gerissen – mitsamt seiner Kleidung und Ausrüstung erhalten geblieben ist. Erstmals in der Geschichte von Medizin und Archäologie können an einer Leiche, die in das vierte Jahrtausend vor Chr. datiert werden kann, anatomische Studien durchgeführt werden und Einblicke in Bekleidungssitten und Ausrüstung wurden möglich.
Die inzwischen weitgehende Erforschung des Fundes lieferte somit bislang unbekannte Erkenntnisse über das Alltagsleben eines steinzeitlichen Menschen.
Neben den gewonnenen Forschungsergebnissen gibt der Mann aus dem Eis aber auch immer wieder neue Rätsel auf. Auch stellt sich die Frage, ob es sich hier um den ältesten bisher nicht aufgeklärten Mordfall Südtirols handelt.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Reichhaltigkeit der Fundstücke und lenkt den Blick auf beeindruckende Details, die für das damalige Alltagsleben charakteristisch waren.
70 Jahre italienisches Leben in Deutschland
In Gedenken an den 70. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und Italien von 1955 laden wir Sie herzlich zu
einem Symposium über die italienische Arbeitsmigration von damals und das deutschitalienische Zusammenleben von heute ein.
Lesung autobiografischer Texte und Gedichte italienischer Autorinnen und Autoren
- Giuseppe Giambusso
- Rosaria Chirico
Zwischen zwei Sprachen, zwischen zwei Welten: Bildung, Identität und Generationenwandel
- Prof. Dr. Sara Matrisciano-Mayerhofer (Professorin für französische und italienische Sprachwissenschaft, Romanisches Seminar, Ruhr-Universität Bochum)
- Giuseppe Giambusso (Autor, Verleger und ehem. Lehrer)
- Maria Anna Salamone Giambusso (Autorin, Verlegerin und ehem. Lehrerin)
Von "Gastarbeitern" zu Fachkräften: Arbeitsmigration im Wandel der Zeit
- Prof. Dr. Anke Weber (Professorin für Interkulturelle Forschungsmethoden und Statistik, Hochschule Hamm-Lippstadt)
- Marilena Rossi (Ratsmitglied im Generalrat der Italiener:innen im Ausland (CGIE) und Präsidentin von Ital-Uil Germania)
- Rosaria Chirico (Beraterin in der Frauen-Bildungsberatungseinrichtung KOBRA, freiberufl. Schreibcoach- und Trainerin und Mitglied der offenen Autor:innengruppe "Daughters and Sons of Gastarbeiters")
Junge Perspektiven: Zwischen zwei Heimaten
- Gespräch mit Federico Nelen (Informatikstudent an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Mitarbeiter des Com.It.Es Köln (Komitee der Italiener im Ausland) und Junges Vereinsmitglied der Villa Vigoni)
Moderation: Valentina Tonino, in Kooperation mit Villa Vigoni – Deutsch-Italienisches Zentrum für den Europäischen Dialog
Eine Veranstaltung der Villa Vigoni, in Zusammenarbeit mit dem Honorarkonsulat der Italienischen Republik in Hamm und der Stadt Hamm.
Italiens Stiefelspitze: Ein Ausflug nach Kalabrien
An drei Seiten vom Meer umspült grenzt Kalabrien einzig an die Basilicata. Größtenteils zeigt sich die Landschaft gebirgig und waldreich. Einerseits karg, andererseits weltberühmt für den Cedro, der Zitronatszitrone, die mittlerweile auch auf unseren Märkten zu finden ist. Es ist die äußerste Spitze Italiens, gleich gegenüber von Messina. Ein Blick auf den Ätna bietet sich von Reggio Calabria aus, die Meerenge von Messina wurde schon von Friedrich Schiller in der Ballade Der Taucher bedichtet.
Kalabrien hat einen schlechten Ruf: Es begann mit vielfacher Fremdherrschaft, mit der bis heute wirksamen Feudalstruktur, der ‘Ndragheta, die in alles hineinwirkt, die vielen zerstörerischen Erdbeben. Es ist eine äußerst gebeutelte Region. Und doch so schön und mit viel historischer Substanz wie der Stadt Cosenza am Busento oder der Metropolitanstadt Reggio Calabria, wo auch die Jünglinge von Riace ihre Heimat gefunden haben.
VisionItaly 2025 – Memorie e Futuro
70 Jahre Geschichte, Dialog und gemeinsame Zukunft. Von der Erinnerung an die Migration bis zum europäischen Traum: VisionItaly 2025 feiert eine Verbindung, die zwei Länder und Millionen Leben geprägt hat.
Ein Tag voller Begegnungen, Ideen und Zeugnisse, um die Beziehungen zwischen Italien und Deutschland neu zu denken – zwischen Erinnerung, Identität und Vision.
Für Interessierte: info.visionitaly@gmail.com
In Kooperation mit: Italienisches Generalkonsulat Dortmund, Stadt Dortmund, Italienisches Außenministerium, Generalrat der Italiener/innen im Ausland, Italienisches Kulturinstitut Köln