Das Italienische Kulturinstitut Köln ist Teil von „Sigmar Polke. Athanor NOW“. Das von der Anna Polke-Stiftung initiierte internationale Forschungs- und Vermittlungsprojekt nimmt das Jubiläum von Sigmar Polkes „Athanor“ Installation bei der 42. Venedig Biennale 1986 zum Anlass, diesen mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten Werkkomplex aus interdisziplinärer Perspektive neu zu befragen.
Das italinische Kulturinstitut präsentiert – ganz im Sinne des damaligen Biennale-Mottos „Arte e Scienza“– die Ausstellung „Scenario for a Crystal“ von Stefanie Pluta und die Soundarbeit „Echoes of Athanor“ von Francesca Valentini und Fabrizio Saiu, im Dialog mit Archivalien und Publikationen der Anna Polke-Stiftung, die die Bedeutung Italiens für den Kölner Künstler Sigmar Polke vor Augen führen.
Kuratiert von: Elsa Wellmann-Gilcher mit Kathrin Barutzki
Idee/Koordination: Elsa Wellmann-Gilcher
Stefanie Pluta, „Scenario for a Crystal“
Naturbeobachtung bildet den Ausgangspunkt für Stefanie Plutas Arbeit „Scenario for a Crystal“. Die Kölner Künstlerin greift dabei Sigmar Polkes Interesse an Mineralien, Naturprozessen und den Wechselwirkungen zwischen natürlichem Material, künstlerischer Transformation und symbolischer Bedeutungsaufladung auf, das sich in der „Athanor“ Installation unter anderem durch die Präsentation eines Quarzkristalls und eines Meteoriten manifestierte. Das Zusammenwirken von Stofflichkeit, wissenschaftlicher Neugier und poetischer Bildsprache charakterisiert auch Plutas Werk. In „Scenario for a Crystal“ setzt sich die Künstlerin kritisch mit der Geschichte des Indergand-Kristalls auseinander, eines 1946 unweit des Rhonegletschers geborgenen Rauchquarzes. Dabei greift sie auf die Recherchen ihres dreimonatigen Atelierstipendiums in den Schweizer Zentralalpen 2014 zurück, in dem sie sich Fragen nach Materialität, Erscheinung und Textur ebenso widmete wie nach symbolischer Bedeutung, geografischer Verortung und musealer Inszenierung.
Plutas Arbeit verbindet fragmentarische Naturfotografien, maßstabsgerechte Zeichnungen und modellhafte Vitrinen zu einer topografischen Annäherung an den abwesenden Protagonisten – den Kristall. „Scenario for a Crystal“ untersucht die komplexe Beziehung des Menschen zu diesen Naturobjekten – zwischen Bewunderung, Aneignung und musealer (Re-)Präsentation.
„Echoes of Athanor“
"Echoes of Athanor“ verbindet künstlerisches Schaffen und kunsthistorische Forschung: In einer erstmaligen Zusammenarbeit entwickeln die Kunsthistorikerin Francesca Valentini und Klangkünstler Fabrizio Saiu ein Klangerlebnis, das historische Erzählungen, ekphrastische Beschreibungen, kritische Reflexionen und die Klanglandschaft Venedigs miteinander verwebt. Das ortsspezifische Hörstück beschwört die Atmosphäre und den konzeptuellen Rahmen von Sigmar Polkes „Athanor“-Installation bei der Venedig-Biennale 1986 herauf und führt die Zuhörenden durch Polkes künstlerisches Vermächtnis, die problematische Genese und Geschichte des Deutschen Pavillons, einer monumentalen NS-Architektur, und den übergeordneten Kontext der zweijährlichen, internationalen Kunstausstellung. Venedig selbst steht ebenso im Mittelpunkt des Klangerlebnisses, das die Lagunenstadt als einzigartiges, fragiles und sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem reflektiert.
„Echoes of Athanor“ wird am 10.07.26 in Form eines Sonic Walks erstmals in Deutschland präsentiert, nachdem es im Mai in Venedig zur Vorführung kam, und findet im Anschluss Eingang in die Ausstellung.
Informationen: iiccolonia.esteri.it
La 61ª Esposizione Internazionale d’Arte della Biennale di Venezia si terrà dal 9 maggio al 22 novembre 2026 ai Giardini, all’Arsenale e in altre sedi della città.
La mostra, intitolata “In Minor Keys”, è stata concepita dalla curatrice Koyo Kouoh. Dopo la sua improvvisa scomparsa nel maggio 2025, la Biennale ha deciso di realizzare integralmente il progetto da lei già ampiamente sviluppato. Kouoh aveva infatti definito il concetto curatoriale, la selezione degli artisti, l’allestimento e l’impostazione generale della mostra.
Al centro dell’esposizione si trovano temi quali comunità, spiritualità, memoria, cura, apprendimento ed esperienza collettiva. La mostra si presenta non come un percorso tematico tradizionale, ma come una rete di relazioni, incontri ed esperienze condivise.
Partecipano circa 110 artisti, collettivi e organizzazioni artistiche provenienti da diverse aree del mondo. La selezione si basa sulle connessioni e le risonanze tra pratiche artistiche differenti.
Tra i principali nuclei concettuali figurano:
Tra le fonti di ispirazione letteraria figurano opere di Toni Morrison e Gabriel García Márquez.
Il progetto espositivo è stato sviluppato dallo studio sudafricano Wolff Architects, che ha posto particolare attenzione all’esperienza sensoriale degli spazi e alle transizioni tra le diverse sezioni della mostra.
Saranno presenti 100 partecipazioni nazionali. Per la prima volta prenderanno parte alla Biennale Guinea, Guinea Equatoriale, Nauru, Qatar, Sierra Leone, Somalia e Vietnam. El Salvador parteciperà per la prima volta con un proprio padiglione nazionale.
La Biennale comprenderà inoltre 31 Eventi Collaterali e numerosi progetti speciali tra Venezia e Mestre. Un ampio programma di performance porrà il corpo al centro come luogo di memoria, conoscenza e guarigione collettiva.
La Biennale prosegue inoltre il proprio impegno per la sostenibilità ambientale, con l’obiettivo di ridurre ulteriormente le emissioni di CO₂ attraverso energie rinnovabili, riutilizzo dei materiali, mobilità sostenibile e valorizzazione dei prodotti locali.
Eine Ausstellung, inspiriert von der Italienreise des bedeutenden Dichters Johann Wolfgang von Goethe – auf eine popkulturelle Art neu interpretiert. Entlang seiner Route entsteht eine zeitgenössisch visuelle Erzählung, die Literatur, Orte und Fußballkultur miteinander verbindet. Von Bozen über Rom bis Neapel und nach Sizilien: Jede Station bringt Goethes Blick auf Italien mit der emotionalen und kulturellen Identität des lokalen Fußballs in einen Dialog.
So entsteht eine narrative Kartografie, in der sich literarische und sportliche Geografien überlagern. Die Ausstellung wird während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gezeigt und versteht sich zugleich als Hommage an den Fußball als kulturelles und erzählerisches Phänomen.
Ein Projekt von Mo’ Better Football, einem italienischen Kulturkollektiv, das Sport und Narration miteinander verbindet.
Die Vernissage findet am 10. Juni im Goethe Institut Freiburg statt. Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend und kommen Sie im Anschluss bei einem Getränk mit den Künstlern selbst ins Gespräch.
Die Ausstellung ist zugänglich während der Öffnungszeiten des Goethe-Instituts Freiburg vom 10. Juni bis zum 17. Juli.
Vernissage: 10. Juni 2026 - 19:00 Uhr
Informationen: www.goethe.de
Mit einem Feuerwerk an Kunst- und Kulturveranstaltungen beginnt im Juli 2026 die Präsentation der Villa Massimo mit zwei akademischen Jahrgängen erstmals in Weimar. 22 Rompreistragende der Jahrgänge 2024/25 und 2025/26 aus den Bereichen Architektur, Kunst, Literatur und Komposition zeigen ihre Arbeiten in renommierten Partnerinstitutionen sowie im öffentlichen Raum der Stadt.
Programm
23. Juli :
16:00 Uhr: Eröffnungsfestakt | Römisches Haus, mit musikalischem Beitrag
19:00 Uhr: ACC Galerie Weimar | Ausstellungseröffnung (Laufzeit 23. Juli – 4.Oktober 2026)
24. Juli
11:00 Uhr: Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora | Ausstellungseröffnung
17:00 Uhr: M BOOKS | Künstler:innengespräch und Buchvorstellung (Laufzeit 23. Juli – 5. September)
19:30 Uhr: Festsaal Fürstenhaus | HfM | Konzert mit Musik der Rompreistragenden der Komposition mit ensemble via nova. Im Rahmen der Weimar Master Classes.
25. Juli
14:00 Uhr: Bauhaus-Museum | Eröffnung
18:00 - 22:00 Uhr: Bücherkubus | Herzogin Anna Amalia Bibliothek |
Literaturabend mit musikalischem Beitrag
26. Juli
11:00 – 13:30 Uhr: Lichthaus Kino | Film-Matinée
Rompreistragende 2024/25
Thomas Brussig, David Grossman, Almut Grüntuch-Ernst und Armand Grüntuch, Benedikt Hartl, Stefan Kaegi und Caroline Barneaud, Malika Kishino, Hanne Lippard, Lola Randl, Hans Thomalla
Rompreistragende 2025/26
Ann Cotten, Kyung-Ae Kim, Alicja Kwade, Fabien Lévy, Tobias Nolte und Max Schwitalla, Peter Piller, Sina Fani Sani, Andrea Winkler & Stefan Panhans, Barbara Yelin
Eine Kooperation von
ACC Galerie Weimar | Deutsche Akademie Rom Villa Massimo | Bauhaus-Universität Weimar | Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar | Klassik Stiftung Weimar (mit Herzogin Anna Amalia Bibliothek und Bauhaus-Museum) | L’Arte al Massimo | Lichthaus Kino Weimar | M BOOKS | Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
Gefördert von:
Thüringer Ministerium Für Bildung, Wissenschaft Und Kultur, Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, Sparkasse Mittelthüringen, Kulturstiftung der Länder, Stadt Weimar

Die Ausstellung erzählt von der engen Verbundenheit zwischen Christoph Niemann und Italien, anhand einer Auswahl von Gemälden, Zeichnungen und Drucken – etwa 35 Werke –, die während seiner Aufenthalte in Rom, Venedig, auf Sizilien und am Comer See entstanden sind. Stadtansichten, Aquarelle und visuelle Notizen fangen ikonische Eindrücke und alltägliche Wunder ein, neu interpretiert im unverwechselbaren Stil des Künstlers: eine persönliche Erzählung, die die italienische Landschaft in ein zeitgenössisches visuelles Erlebnis verwandelt.
Christoph Niemann (*1970) ist Künstler, Autor und Animator. Seine Illustrationen sind regelmäßig auf den Titelseiten des „New Yorker“ und des „New York Times Magazine“ zu sehen. Niemanns Werk wurde in zahlreichen musealen Retrospektiven gezeigt. Er zeichnete live von der Kunstbiennale in Venedig und den Olympischen Spielen in London und skizzierte den New York City Marathon – während er ihn tatsächlich lief. Niemann hat mehrere ortsspezifische Kunstwerke geschaffen, unter anderem für das Berliner Ensemble und die U-Bahn-Station Wannsee in Berlin. Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter „Sunday Sketching“, „Abstract City“, „Pianoforte“, „The Paper“, „Hopes and Dreams“, „ZOO“, „Souvenir“, „AWAY“ und „Idea Diary“. Christoph Niemanns Arbeit ist in einer Folge der Netflix-Serie „Abstract“ zu sehen. Er ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale und wurde 2010 in die Art Directors Club Hall of Fame aufgenommen.
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 3. Juni 2026, 19.30 Uhr
In Zusammenarbeit mit Studio Christoph Niemann.
Informationen: iicberlino.esteri.it
Die Ausstellung bietet einen Einblick in die Vielfalt und Innovationskraft des italienischen Designs und verdeutlicht, wie eng Gestaltung mit Kultur, Technik und Alltag verbunden ist – nach vielen internationalen Stationen erstmals in Deutschland, in der besonderen Atmosphäre der Koch Freiburg GmbH.
Die berühmten Stadtansichten von Giovanni Antonio Canal (besser bekannt als Canaletto) und seinem Neffen Bernardo Bellotto (der sich oft ebenfalls Canaletto nannte, um die Verbindung zu seinem berühmten Onkel herauszustreichen) stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Kunsthistorischen Museum. Mit Hilfe optischer Geräte wie der Camera obscura studierten diese beiden venezianischen Maler europäische Städte mit wissenschaftlicher Präzision und verwandelten das Gesehene schöpferisch in großartige, szenische Bilder.
Beide Künstler malten zunächst spektakuläre Ansichten ihrer Heimatstadt Venedig; verließen die Lagunenstadt aber, um ihre Karriere im Ausland fortzusetzen: Canaletto zog nach London, während Bellotto in Dresden und Wien arbeitete.
Mit bedeutenden internationalen Leihgaben – viele davon noch nie zuvor in Österreich gezeigt – lädt die Ausstellung dazu ein, die Stadt des 18. Jahrhunderts wiederzuentdecken, und ebenso zwei Künstler, deren Karrieren ein Europa widerspiegeln, das geprägt war von Mobilität, Krieg und Unsicherheit.
Informationen: www.khm.at
Anlässlich des Jubiläums "10 Jahre Städtepartnerschaft Düsseldorf/Palermo" präsentieren die Johanna Ey Foundation und der Verein Düsseldorf-Palermo e.V. die Ausstellung "PALERMO – Gegenwart und Glück II". Gezeigt werden Werke der Künstlerinnen und Künstler Frederic Bahr, Marina Bochert, Inessa Emmer, Benjamin-Novalis Hofmann und Tino Kukulies. Alle erhielten in den vergangenen Jahren ein Residenzstipendium in der Partnerstadt Palermo, das seit zwei Jahren von der Johanna Ey Foundation unterstützt wird. Die ausgestellten Arbeiten nehmen unmittelbar Bezug auf ihren Aufenthalt in Palermo.
Eröffnung: 27. März ab 19 Uhr
Die Ausstellung erkundet die Einflüsse italienischer Fotografie seit den 1980er Jahren auf die Entwicklung der europäischen Fotogeschichte. Gezeigt werden bis zu 320 Arbeiten von rund 40 Fotograf:innen, das Spektrum umfasst Porträts, konzeptionelle und serielle Arbeiten, sozial, politisch und gesellschaftlich verortete Aufnahmen und Landschaftsfotografien, die einen besonderen Stellenwert in der italienischen Kunst einnehmen.
Künstler:innen in der Ausstellung:
Giulia Agostini, Marina Ballo Charmet, Fabio Barile, Gabriele Basilico, Michele Borzoni, Andrea Botto, Michele Buda, Michele Cera, Federico Clavarino, Tomaso Clavarino, Carmen Colombo, Mario Cresci, Paola De Pietri, Davide Degano, Paola Di Bello, Matteo Di Giovanni, Simone Donati, Alessandra Dragoni, Cesare Fabbri, Marcello Galvani, Luigi Ghirri, William Guerrieri, Guido Guidi, Giulia Iacolutti, Francesca Iovene, Armin Linke, Nicola Lo Calzo, Sara Lorusso, Rachele Maistrello, Allegra Martin, Marco Marzocchi, Maurizio Montagna, Francesco Neri, Walter Niedermayr, Luca Nostri, Michela Palermo, Sara Palmieri, Iacopo Pasqui, Piero Percoco und Alessandro Ruzzier und weitere.
Eine Ausstellung des IKS Photo Düsseldorf, der Kunsthalle Darmstadt, des SCHAUWERK Sindelfingen und der Draiflessen Collection Mettingen.
Informationen: www.schauwerk-sindelfingen.de