Italien zu Gast im Kunstmuseum Bochum
Mit Werken von J. Brahms, Edoardo Bruni und A. Dvořák
Nicht jeden Tag erlebt das Kunstmuseum Bochum einen Abend, an dem der Pianist am Flügel auch Komponist, Philosoph und sogar promovierter Musikwissenschaftler ist – und mit ihm eine herausragende Cellistin, die bereits auf internationalen Bühnen in ganz Europa und darüber hinaus zuhause ist. Im Celloherbst-Konzert begegnen sich Edoardo Bruni und Pauline Stephan in einem kammermusikalischen Dialog voller Sensibilität, Tiefe und Leidenschaft.
In Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Westfalen e.V.
Stradivaris Erben - Weltkulturerbe Geigenbau im italienischen Cremona
‚Stradivaris Erben‘ verspricht ein besonderes Bild-Musik-Event: eine animierte Bildershow zum Geigenbau in der Stradivari-Tradition gekoppelt mit einem Live-Konzert.
Cremona, südöstlich von Mailand gelegen, ist berühmt wegen seiner Tradition im Geigenbau. Diese wurde begründet von Namen wie u. a. Antonio Stradivari. Über 170 Werkstätten des Geigenbaus, ein modernes Geigen-Museum, eine Universität, eine Violinbauschule und vor allem viele MusikerInnen aus aller Welt prägen bis heute die überaus sehenswerte lombardische Altstadt. Die traditionelle Geigenbaukunst von Cremona wurde im Jahre 2012 von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.
Medienkünstler H. Brinkmöller-Becker hat mit seiner Kamera Cremona besucht und zeigt in einer immersiven Projektion von animierten Bildsequenzen seine Eindrücke von Stradivaris Erben. Ebenfalls wird die Casa Stradivari besucht: Wohnhaus und Werkstatt von Stradivari beheimatet heute ein Programm für die Ausbildung von Meister-Geigenbauern, eine Master-class für internationale Streicher - und die originale Stradivari-Geige "The Angel".
Die passende Live-Musik zur Bilderwelt in der 360°-Kuppel des Planetariums liefert das Acoustic String Ensemble. Cellist Daniel Brandt, Felix Krampen an der Gitarre und Uli Bär am Kontrabass laden ein zu einer musikalischen Reise durch vier Jahrhunderte.
www.planetarium-bochum.de
Klavierabend mit Sandra Landini (Pisa)
Die preisgekrönte Pianistin Sandra Landini aus Pisa wird mit einer herrlichen sommerlichen Leichtigkeit Werke von Bortoluzzi und Chopin für uns spielen.
Sie begann ihre musikalische Ausbildung unter der Anleitung ihrer Mutter und bestand ihr Klavier-Diplom am L. Cherubini Konservatorium in Florenz mit der Auszeichnung „summa cum laude“. Ein Aufbaustudium in Perugia und Livorno folgte. Sandra Landini etablierte sich als große Pianistin, als sie noch sehr jung war, da sie in mehreren nationalen Klavierwettbe-werben in Genua, Savona, Pompeji, Pisa, Livorno, Rimini, Brindisi und Ravenna erste Preise und Stipendien erhielt.
Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Kulturver-ein Westfalen e.V., der das Konzert organisiert hat.
Orlando furioso – der rasende Roland von Ludovico Ariosto mit Musik der Zeit
Bei diesem Konzert der Capella Cliviae im Klevischen Verein treten wir mit unserer Schwestergesellschaft in Nijmegen als Kooperationspartner auf. Es handelt sich um eine musikalisch konzertante Aufführung und rezitativische Textlesung mit Musik von J. Arcadelt, J. De Berchem, W. Byrd, A. und G. Gabrieli, G.F. Händel, M.A. Ingegneri, O. di Lasso, M.A. de Pordenon, A. Striggio, T.L. Victoria , G. De Wert.
Als Mitorganisator und Mitglied der Capella Cliviae schreibt Prof. Dr. C. Braun u.a. folgendes zum Thema des Konzerts:
„Orlando ist ein mystery-Fortsetzungsroman der Renaissance, inspiriert von einem historischen, für die Story des Epos unwesentlichen Ausgangsfaktum. Solche Epen waren zu unterhaltender Erbauung im ausgehenden Mittelalter und der Renaissance sehr beliebt. Sie waren beeinflusst von antiken Sagen, vergleichbar mit den Irrfahrten des Odysseus nach dem trojanischen Krieg, der Aeneis des Vergil, auch von nordischen Sagen (vgl. Ritter der Tafelrunde und König Artus, Nibelungenlied). Als Bestseller der Zeit waren solche Vortragszyklen auch in Kleve am herzoglichen Hof äußerst wahrscheinlich sehr beliebt. Die anstehende Präsentation ausgewählter Episoden des Orlando Furioso soll im 510. Jahr nach seiner ersten Publikation eine Vorstellung solcher historischen gesellschaftlichen Ereignisse bieten.
Darüber hinaus wird durch das Werk auch die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen demonstriert und bietet Analogien zu Nathan dem Weisen von Lessing. Höhepunkt dieser Aussage ist das Happy-End des Epos mit der Heirat der christlichen Protagonistin Bradamente, der Schwester von Rinaldo, mit dem muslimischen Protagonisten Ruggiero.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind am Ausgang willkommen.
Konzertsaison 2026 - Musik für den Frieden
Sonderkonzert aus Anlass des 75. Jahrestages der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, veranstaltet und finanziert durch das Deutsche Generalkonsulat Mailand.