„Quasi Grazia“: Theatralisch-literarische Entdeckungsreise zur Nobelpreisträgerin für Literatur (1926)
Quasi Grazia eröffnet die Veranstaltungsreihe anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Verleihung des Literaturnobelpreises an Grazia Deledda. Der Abend bietet ein Porträt der Schriftstellerin und ihres Werks und gliedert sich in drei Teile: eine Einführung in die Persönlichkeit Grazia Deleddas durch Cinzia Marongiu; eine zweisprachige Lesung ausgewählter Passagen aus Cosima, einem Roman mit stark autobiografischem Charakter, mit Marzia Vacchelli und Renate Kuen; sowie zum Abschluss die Vorführung der Theaterfassung von Quasi Grazia von Marcello Fois, interpretiert von Michela Murgia.
Cinzia Marongiu ist Dozentin für Italienisch und Spanisch sowie Koordinatorin des Fachbereichs Romanische Sprachen an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Literatur des Mittelmeerraums und der italienischen Diaspora, mit besonderem Augenmerk auf Identität, weibliches Schreiben und interkulturellen Dialog. Sie ist Autorin zahlreicher Aufsätze und Bücher, darunter Blacks and Italians in the Making of Multiethnic America (Peter Lang, 2026) sowie eines didaktischen Bandes zu Canne al vento von Grazia Deledda (NOR, 2025).
Marzia Vacchelli ist seit 2000 Dozentin für deutsche Sprache und Kultur, seit 2025 MAECI-Lektorin für Italienisch an der Universität des Saarlandes. Sie hat zwei Masterabschlüsse und drei Studienabschlüsse in Sprachen, in Kunst-, Theater- und Filmwissenschaften sowie in Erziehungs- und Bildungswissenschaften erworben, letzteres mit einer Abschlussarbeit zur italienischen Literatur. Ihre Arbeitsgebiete umfassen innovative Didaktik, Lehrerfortbildung und europäische Projektarbeit. Seit vielen Jahren betreut sie den Blog https://marziavacchelli.com
Renate Kuen ist seit 2025 MAECI-Lektorin an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie hat ihren Lehr- und Forschungsweg in internationalen Kontexten zwischen Italien, Österreich, Südafrika und Frankreich entwickelt. Nach einem Studium der Philosophie wandte sie sich der literarischen Übersetzung zu und erwarb zwei Masterabschlüsse (II. Niveau) in Übersetzung aus dem Deutschen und Englischen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des weiblichen Schreibens und des Postkolonialismus. Sie promovierte in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Université d’Angers in Frankreich.
Eine Veranstaltung des Italienischen Generalkonsulats Frankfurt/M. in Zusammenarbeit mit: Frankfurt University of Applied Sciences, J.W. Goethe-Universität, Universität des Saarlandes/Zentrum für Italienische Studien, Circolo Sardo Maria Carta Frankfurt, Istituto Superiore Regionale Etnografico, Region Sardinien.
Eine literarische Erzählung – Pinocchio, das zeitlose Märchen, das in den letzten 150 Jahren weltweit am meisten gelesen und übersetzt wurde, bleibt bis heute eine unerschöpfliche Quelle für Neuinterpretationen und faszinierende Verfilmungen.
Es ist die fesselnde Reise einer Figur, die zwischen Menschlichem, Tierischem, Pflanzlichem und sogar Übernatürlichem wandelt. Von Geburt an sucht Pinocchio nach seiner Einzigartigkeit, angetrieben von einem unsteten Verlangen nach Transformation. Erschaffen als Objekt, schlägt in ihm doch das wahre Leben – wild und ungezähmt! Diese ungezügelte Lebensenergie manifestiert sich in wilden Zuckungen, flüchtigem Rennen, trotzigem Ungehorsam, listigen Lügen, demütigendem Betteln und befreiendem Lachen.
Pinocchios Geschichte spiegelt unsere eigenen Lebenserfahrungen wider – Momente der Unwissenheit, in denen wir den Verlockungen der Welt erliegen, aber auch die Erkenntnis, dass wir nicht allein sind. Jeder von uns hat seine innere Fee, die uns auf unserem Weg begleitet und uns die Unschuld mancher Lüge gestattet.
Antonella Simonetti erzählt die Geschichte von Pinocchio in einem mitreißenden 90-minütigem Bühnenstück, untermalt von einer zauberhaften musikalischen Kulisse. Sie war jahrelang in Italien und Deutschland am Theater tätig und hat nun die Kunst des Geschichtenerzählens für sich entdeckt. Eine Veranstaltung voller Emotionen und Erkenntnisse, die Jung und Alt gleichermaßen berührt.
Pinocchio, das zeitlose Märchen, das in den letzten 150 Jahren weltweit am meisten gelesen und übersetzt wurde, bleibt bis heute eine unerschöpfliche Quelle für Neuinterpretationen und faszinierende Verfilmungen.
Doch ist Pinocchio wirklich nur eine Geschichte für Kinder? Keineswegs! Es ist die fesselnde Reise einer Figur, die zwischen Menschlichem, Tierischem, Pflanzlichem und sogar Übernatürlichem wandelt. Von Geburt an sucht Pinocchio nach seiner Einzigartigkeit, angetrieben von einem unsteten Verlangen nach Transformation. Erschaffen als Objekt, schlägt in ihm doch das wahre Leben – wild und ungezähmt! Diese ungezügelte Lebensenergie manifestiert sich in wilden Zuckungen, flüchtigem Rennen, trotzigem Ungehorsam, listigen Lügen, demütigendem Betteln und befreiendem Lachen.
„Mein Pinocchio ist nicht nur die Geschichte einer Puppe, die zum Jungen wird, sondern die Geschichte des formbaren Holzes, aus dem wir alle geschnitzt sind.“
„Pinocchio“ ist ein mitreißendes 90-minütiges Bühnenstück, untermalt von einer zauberhaften musikalischen Kulisse. Ein Abend voller Emotionen und Erkenntnisse, der Jung und Alt gleichermaßen berührt. Das neue Programm von Antonella Simonetti knüpft an unsere „Pinocchio“-Ausstellung an, die im Frühjahr 2025 in der Bochumer Zentralbücherei zu sehen war.
Eine Veranstaltung aus der Reihe „Literaturkonzerte“ der Stadtbücherei Bochum und in Kooperation mit der Ev. Stadtakademie Bochum.