Die Künstlerfamilie Giacometti

Die weitverzweigte Giacometti-Familie aus den Bergeller Alpen hat die Kunst weit über die Grenzen der Schweiz geprägt. Der berühmteste ist sicherlich Alberto Giacometti, der mit seinen fragilen, stark gelängten Skulpturen seit den
1950er Jahren Weltruhm erfahren hat. Doch auch die anderen Mitglieder der Familie waren bekannte Künstler: Albertos Vater Giovanni war als Maler anerkannt und führte mit seinen farbintensiven Bildern die Lichtmalerei seines Vorbildes Giovanni Segantini weiter; er stand zudem in intensivem Austausch mit den Malerfreunden Ferdinand Hodler und Cuno Amiet. Neben dem erstgeborenen Alberto war auch der mittlere Bruder Diego als Designer geschätzt, während der jüngste Sohn Bruno Giacometti ein bekannter Architekt wurde. Alle Mitglieder der Künstlerfamilie Giacometti blieben lebenslang miteinander verbunden und trafen sich regelmäßig in ihrer Tessiner Heimat.

Der Vortrag widmet sich dieser Künstlerdynastie, ihrem Umfeld und der traumhaften Landschaft des italienisch sprechenden Bergell.

Dr. Ulrike Müller-Heckmann hat Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Malerei studiert. Sie ist für das Kunstforum Matthäus in Hamburg tätig und vor allem mit der Leitung kunstgeschichtlicher Studienreisen betraut. Ihre profund ausgearbeiteten Vorträge haben auch in Lübeck eine begeisterte Zuhörerschaft gefunden.

In Zusammenarbeit mit der VHS Lübeck.

Hommage an Enrico Caruso

Als Enrico Caruso im August 1921 in seiner Heimatstadt Neapel verstarb, säumten weit über 100.000 Trauernde seinen letzten Weg. Puccini hatte ihn zum „Halbgott“ erklärt, das Publikum war regelmäßig in Beifallsstürme ausgebrochen, und die Kritiker hatten nach immer neuen Superlativen unter den Attributen gesucht.

Caruso ist im Grunde bis heute noch in vielen Teilen der Welt populär als der berühmteste Tenor zumindest in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein grandioses Talent glänzte nicht nur auf den großen Opernbühnen u.a. von Mailand, Paris und über reichlich viele Jahre hinweg von NY City mit der METOper, sondern auch in hunderten von Schallplatten-Einspielungen, was unter den damaligen technischen Bedingungen von besonderem Wert war und nach wie vor ist.

Der Musikschriftsteller, Kulturhistoriker und Dramaturg Jochem Wolff entwirft ein vielschichtiges Porträt und bietet überdies aus seinem Archiv eine Fülle historischer Aufnahmen. Schließlich wird ein Bogen geschlagen zu einigen führenden internationalen und vor allem deutschen Tenören in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen im Rahmen der „Dienstagsvorträge“.

Venetien – Verona, Padua, Vicenza und die Villen im Veneto

Italien ist zweifellos das an Kunstschätzen reichste Land Europas, und das gilt in ganz besonderem Maß für das Veneto. In diesem Bilder-Vortrag werden einige der faszinierenden Kunst- und Kulturschätze dieser oberitalienischen Region präsentiert.

In Verona, bekannt durch seine sommerlichen Opernaufführungen im antiken Amphitheater und als Schauplatz von Shakespeares „Romeo und Julia“, wird insbesondere die bedeutende mittelalterliche Kirche San Zeno mit ihren  herrlichen Bronzetüren vorgestellt. Die Bilderreise führt weiter über Bassano del Grappa am Brenta-Fluß nach Padua, der Stadt des Hl. Antonius mit den weltbekannten Giotto-Fresken in der Arena-Kapelle. Als Schwerpunkt des Vortrages werden schließlich Vicenza, die Kunststadt des maßgeblichen Renaissance-Architekten Andrea Palladio, und einige der bedeutenden Villen im Veneto mit ihren wunderschönen Gartenanlagen behandelt.

Klaus Kirmis ist seit vielen Jahren als Leiter von Studienreisen tätig und war schon häufig Gast der DIG Lübeck. Seine lebendigen Vorträge mit selbst erstelltem Bildmaterial vermitteln faszinierende Einblicke in die europäische  Kulturgeschichte.

In Zusammenarbeit mit der VHS Lübeck.

Gipsfigurenhändler und Eismacher, Terrazzoarbeiter und Wandermusikanten – Italiener in Bremen und umzu (1815-1914)

Der Historiker Dr. Horst Rößler beschäftige sich seit vielen Jahren mit Bremen und seinem Umland als historischem Wanderungsraum. Unter den Migranten, die im 19. Jahrhundert nach Bremen und Umzu kamen, waren immer wieder Arbeiter und Wanderhändler bzw. Wandergewerbetreibende, die aus unterschiedlichen Gebieten Italiens an die Unterweser kamen. Dabei spielten Terrazzoarbeiter und Gipsfigurenhändler, Eisverkäufer und Wandermusikanten (Drehorgelspieler, Dudelsackpfeifer etc.) eine besondere Rolle. In seinem Vortrag geht er auf die regionalen und sozialen Hintergründe dieser Migrationen ein, beleuchtet ihre Berufe genauer und stellt die Haltung der deutschen Obrigkeiten zu den Migranten dar.

Dr. phil. Horst Rößler, geb. 1950 in Kassel; Studium in Marburg/Lahn und Leicester (UK), Promotion in Bremen; wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungsprojekten zur historischen Arbeits- und Amerikawanderung an den Universitäten Bremen und Oldenburg (1986-1995); wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fördervereins Deutsches Auswanderermuseum, Bremerhaven (1997-2002), seitdem Dozent an der Akademie für Weiterbildung an der Universität Bremen, regelmäßig Vorträge bei anderen Weiterbildungsträgern (Erwachsenenbildung); verschiedene Publikationen zur Regional- und Migrationsgeschichte; Arbeitsgebiete: Geschichte Bremens und des Elbe-Weser-Raums mit Schwerpunkt historische Migrationsbewegungen.

Mit Anmeldung.

William Hamilton in Neapel

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts machte William Hamilton, der britische Botschafter in Neapel, seine Residenz zu einem kulturellen Zentrum, wo sich die intellektuelle und künstlerische Elite Europas traf. Goethe und Mozart sind die prominentesten Namen aus dem deutschsprachigen Raum. Hamilton war nicht nur einer der Begründer der Vulkanologie, sondern liebte auch antike Vasen - und schöne Frauen. Zu ihnen gehörte zumal seine Lebensgefährtin und spätere Ehefrau Emma Hart, die die Attraktivität seines Hofes für ausländische Besucher noch deutlich zu steigern wusste. Unser Referent zeichnet ein Lebensbild dieser außerordentlichen Persönlichkeit.

Con gusto – Eine kulinarische Geschichte Italiens

Gehen wir heute zum „Italiener“ meinen wir ein Restaurant mit italienischer Küche. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Anhand zahlreicher Quellen zeichnet der Bremer Literaturwissenschaftler Dieter Richter unsere deutsche selektive Wahrnehmung Italiens nach, indem er die „kulinarische Geschichte (unserer) Italiensehnsucht“ erzählt.

Die Adligen der Grand Tour und die Künstler in ihrem Gefolge haben Italien mit den Augen gesehen und nicht mit dem Gaumen geschmeckt. Die Deutschen blieben meist unter sich und genossen das italienische Wetter und das italienische Licht. Goethe war auch hier eine Ausnahme.

Umgekehrt ist das Italienische in Deutschland vor allem heute kulinarisch präsent. Ausser im Italienischen Kulturinstitut. Mit „Con gusto“ öffnet Dieter Richter uns die Augen für unsere blinden Flecke, wenn wir auf Italien blicken.

Melanchthon und Italien

Anders als sein älterer Kollege Martin Luther hat Philipp Melanchthon, der “Humanist” unter den Wittenberger Reformatoren, Italien nie bereist. Sein Werk zeigt aber zahlreiche Bezugnahmen auf die italienische Renaissance und sein Briefwechsel dokumentiert bis in die Jahre des Trienter Konzils hinein intensive Kontakte in die italienische Universitätslandschaft. Schließlich wurde Melanchthons Denken in Italien nicht nur von Anhängern der Reformation, sondern auch in philosophischem Zusammenhang rezipiert. Insofern stellt er ein Schlüsselgestalt deutsch-italienischer Beziehungen in der frühen Neuzeit dar.

Lago Maggiore und Borromäische Inseln - mehr als ein Sehnsuchtsziel?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Hildesheim

753 Rom kroch … Zur Entwicklungsgeschichte der Stadt Rom

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Volkshochschule Hildesheim

Die Würde des Menschen in der deutschen und italienischen Verfassung – ein rechtshistorischer Vergleich

Gemeinschaftsprojekt der „Europagespräche“ des Instituts für Geschichte der Universität Hildesheim, Prof. Dr. M. Gehler

In Kooperation mit der Volkshochschule