
Portrait
Gekommen, um zu bleiben: Carmelo Virgas Weg nach Deutschland
Ein Lebensweg zwischen zwei Ländern
Als in den 1960er-Jahren tausende Italienerinnen und Italiener im Zuge des Anwerbeabkommens nach Deutschland kamen, war für viele der Aufenthalt als Übergang gedacht: arbeiten, sparen, zurückkehren. Auch Carmelo Virga verließ 1962 seine sizilianische Heimat San Giovanni Gemini. Doch seine Entscheidung unterschied sich von der vieler anderer: Er wollte von Anfang an bleiben.
Mit gerade einmal 16 Jahren machte er sich auf den Weg nach Greven im Münsterland. Die Reise führte ihn aus warmen Temperaturen in einen der kältesten Winter Deutschlands. Ohne Sprachkenntnisse begann er direkt nach seiner Ankunft seine Arbeit in einem Textilunternehmen. Er startete als Hilfsarbeiter und arbeitete sich Schritt für Schritt nach oben.
Sein beruflicher Weg führte ihn durch verschiedene Branchen: von der Textilindustrie über das Baugewerbe bis zum Handwerk. Durch Fleiß und Lernbereitschaft qualifizierte er sich weiter und absolvierte später eine Umschulung zum Tischler.
Die Lebensbedingungen der ersten Jahre waren nicht einfach. Wohnraum war knapp, oft teilten sich mehrere Personen kleine Unterkünfte. Auch kulinarisch war Improvisation gefragt, da italienische Lebensmittel kaum erhältlich waren. Gleichzeitig begann für viele ein Balanceakt zwischen alter und neuer Heimat. Während ein Großteil des Einkommens an die Familien in Italien geschickt wurde, wuchs in Deutschland langsam eine neue Existenz.
Ein zentraler Faktor für Carmelo Virgas Ankommen in Deutschland war der Arbeitsplatz. Dort entstanden Kontakte, dort lernte er die Sprache ohne formalen Unterricht. Integration geschah im Alltag. Im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen, im Miteinander nach Feierabend.

Mit dem Familiennachzug veränderte sich die Situation vieler italienischer Arbeitskräfte grundlegend. Auch Carmelo gründete später eine eigene Familie und baute sich in Deutschland ein Zuhause auf – trotz mancher Rückschläge und Herausforderungen.
Sein Lebensweg zeigt, wie aus der frühen Entscheidung, für immer in Deutschland zu bleiben, eine dauerhafte Verwurzelung entstand. Er steht stellvertretend für eine Generation, die zwischen zwei Ländern lebte und dabei beide prägte.
Dies ist eine gekürzte Fassung. Wer mehr über diesen Lebensweg und die persönlichen Erfahrungen lesen möchte, findet den vollständigen Artikel auf pasticcio.eu.
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